Wahlkreis 248 Freising – Bayern

Wahlkreis 248: Freising – Erststimmen, Analyse und Profil

Key-Facts: Wahlkreis 248

  • Wahlkreis-Nr.: 248
  • Name: Freising
  • Bundesland: Bayern
  • Gewinner BTW 2025: CSU (35,4 %)

Freising liegt nordwestlich von München und ist durch den Flughafen Franz Josef Strauß geprägt. Die Dom- und Universitätsstadt hat eine der jüngsten Bevölkerungen Bayerns.

Der Flughafen ist größter Arbeitgeber der Region. Die Nähe zu München und die Hochschule Weihenstephan geben Freising ein urbaneres Profil als typische oberbayerische Wahlkreise.

Wirtschaft und Struktur

Bayern hat sich in den letzten Jahrzehnten vom Agrarland zum Hightech-Standort gewandelt. München, Nürnberg und Augsburg sind Motoren dieser Entwicklung, die auch in die umliegenden Wahlkreise ausstrahlt.

Die wirtschaftliche Lage eines Wahlkreises beeinflusst das Wahlverhalten unmittelbar. Regionen mit niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Kaufkraft tendieren zu den Volksparteien, während strukturschwache Gebiete anfälliger für Protestparteien sind. Im Wahlkreis 248 zeigt sich dieses Muster deutlich in den Erststimmen-Ergebnissen.

Ergebnis der Bundestagswahl 2025

Die Bundestagswahl 2025 brachte im Wahlkreis 248 Freising ein klares Ergebnis. Die CSU sicherte sich das Direktmandat mit 35,4 Prozent der Erststimmen und lag damit deutlich vor der Konkurrenz.

Partei Erststimmen 2025 Rang
CSU35,4 %1 – Direktmandat
Grüne17,8 %2
SPD15,2 %3
AfD13,1 %4
FDP5,3 %5
Sonstige13,2 %6

Politische Einordnung

Bayern bleibt das CSU-Land schlechthin. Bei der Bundestagswahl 2025 holte die CSU bayernweit über 35 Prozent der Erststimmen und gewann die große Mehrheit der Direktmandate. Die Grünen fordern die CSU nur in den Universitätsstädten München, Erlangen und Regensburg ernsthaft heraus. Die AfD ist in den ländlichen, strukturschwachen Gebieten Ober- und Unterfrankens am stärksten.

Im Wahlkreis 248 bestätigt sich dieses Muster. Die CSU konnte ihre Position als stärkste Kraft behaupten und das Direktmandat gewinnen. Die Grüne folgt auf Platz zwei, während die SPD den dritten Rang belegt. Bemerkenswert ist das Abschneiden der AfD mit 13,1 Prozent – ein Wert, der die politische Stimmung in der Region widerspiegelt.

Politische Stimmung im Wahlkreis 248

Historische Entwicklung

Die Wahlkreise in Bayern haben sich in den vergangenen Jahrzehnten gewandelt. Während die großen Volksparteien in den 1980er-Jahren noch gemeinsam über 80 Prozent der Stimmen holten, liegt ihr Anteil heute bei rund 50 bis 60 Prozent. Die Fragmentierung des Parteiensystems – mit Grünen, AfD und zeitweise FDP als relevanten Kräften – hat die politische Landschaft auch im Wahlkreis 248 grundlegend verändert.

Die Zweitstimmen-Verteilung weicht dabei oft erheblich von den Erststimmen ab. Wählerinnen und Wähler nutzen zunehmend das Stimmensplitting: Die Erststimme geht an den aussichtsreichsten Kandidaten der bevorzugten politischen Richtung, die Zweitstimme an die Wunschpartei. Dieses Verhalten erklärt, warum die CSU bei den Erststimmen oft stärker abschneidet als bei den Zweitstimmen.

Wahlbeteiligung und Demografie

Die Wahlbeteiligung im Wahlkreis 248 lag bei der Bundestagswahl 2025 im Bereich des Landesdurchschnitts von Bayern. In den städtischen Gebieten ist die Beteiligung tendenziell niedriger als in den ländlichen Gemeinden – ein Muster, das sich bundesweit beobachten lässt.

Demografisch verändert sich der Wahlkreis: Die Bevölkerung altert, junge Menschen ziehen in die Großstädte. Gleichzeitig wächst der Anteil der Einwohner mit Migrationshintergrund. Diese Entwicklungen verschieben langfristig die politischen Gewichte – ob zugunsten konservativer oder progressiver Kräfte, zeigt sich erst in den kommenden Wahlen.

Lage des Wahlkreises

1961: Erst 5 Parteien, dann 3 – wie die Fünf-Prozent-Hürde das Parlament formte

Die Bundestagswahl 1961 markierte das Ende der Vielparteierei: Erstmals schafften nur 3 Parteien den Einzug in den Bundestag – CDU/CSU, SPD, FDP. Alle anderen scheiterten an der bundesweiten Fünf-Prozent-Hürde. 1949 hatten noch 8 Parteien Sitze im Parlament. Das Drei-Parteien-System hielt bis 1983 (Einzug der Grünen). Die Fünf-Prozent-Hürde war nach den Erfahrungen der Weimarer Republik eingeführt worden, um politische Fragmentierung zu verhindern. Sie funktionierte: Der Bundestag blieb arbeitfähig, während die IV. Französische Republik an Parteienwirrwarr zugrunde ging.

Häufige Fragen

Wer hat den Wahlkreis 248 bei der Bundestagswahl 2025 gewonnen?

Die CSU gewann den Wahlkreis 248 Freising mit 35,4 Prozent der Erststimmen.

Welchem Bundesland gehört Wahlkreis 248 an?

Der Wahlkreis 248 Freising gehört zum Bundesland Bayern.

Mehr dazu: Glossar · 5%-Hürde · Umfrage-Institute

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