Wahlkreis 232: Freiburg – Erststimmen, Analyse und Profil
Key-Facts: Wahlkreis 232
- Wahlkreis-Nr.: 232
- Name: Freiburg
- Bundesland: Baden-Württemberg
- Gewinner BTW 2025: Grüne (28,4 %)
Freiburg im Breisgau ist die südlichste Großstadt Deutschlands und gilt als ökologische Hauptstadt der Republik. Der Wahlkreis umfasst die Stadt und angrenzende Gemeinden am Westrand des Schwarzwalds.
Freiburg ist neben Tübingen und Heidelberg einer der grünsten Wahlkreise Deutschlands. Die Universitätsstadt wählt seit Jahren überdurchschnittlich grün.
Wirtschaft und Struktur
Universitätsstädte in Baden-Württemberg wählen progressiver als das Umland. Die hohe Akademiker-Quote, junge Bevölkerung und internationale Prägung verschieben das Parteienspektrum zugunsten der Grünen.
Die wirtschaftliche Lage eines Wahlkreises beeinflusst das Wahlverhalten unmittelbar. Regionen mit niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Kaufkraft tendieren zu den Volksparteien, während strukturschwache Gebiete anfälliger für Protestparteien sind. Im Wahlkreis 232 zeigt sich dieses Muster deutlich in den Erststimmen-Ergebnissen.
Ergebnis der Bundestagswahl 2025
Die Bundestagswahl 2025 brachte im Wahlkreis 232 Freiburg ein klares Ergebnis. Die Grüne sicherte sich das Direktmandat mit 28,4 Prozent der Erststimmen und lag damit deutlich vor der Konkurrenz.
| Partei | Erststimmen 2025 | Rang |
|---|---|---|
| Grüne | 28,4 % | 1 – Direktmandat |
| CDU | 26,1 % | 2 |
| SPD | 16,9 % | 3 |
| AfD | 10,2 % | 4 |
| FDP | 5,7 % | 5 |
| Sonstige | 12,7 % | 6 |
Politische Einordnung
Die Bundestagswahl 2025 bestätigte den Trend der letzten Jahre in Baden-Württemberg: Die CDU ist wieder stärkste Kraft, nachdem die Grünen bei der Landtagswahl 2021 noch vorne lagen. Der Erststimmen-Vorsprung der CDU wächst in den ländlichen Wahlkreisen, während die Universitätsstädte weiterhin grün tendieren. Die AfD liegt in Baden-Württemberg unter dem Bundesschnitt, ist aber in einzelnen Wahlkreisen wie Pforzheim deutlich überdurchschnittlich.
Im Wahlkreis 232 bestätigt sich dieses Muster. Die Grüne konnte ihre Position als stärkste Kraft behaupten und das Direktmandat gewinnen. Die CDU folgt auf Platz zwei, während die SPD den dritten Rang belegt. Bemerkenswert ist das Abschneiden der AfD mit 10,2 Prozent – ein Wert, der die politische Stimmung in der Region widerspiegelt.
Historische Entwicklung
Die Wahlkreise in Baden-Württemberg haben sich in den vergangenen Jahrzehnten gewandelt. Während die großen Volksparteien in den 1980er-Jahren noch gemeinsam über 80 Prozent der Stimmen holten, liegt ihr Anteil heute bei rund 50 bis 60 Prozent. Die Fragmentierung des Parteiensystems – mit Grünen, AfD und zeitweise FDP als relevanten Kräften – hat die politische Landschaft auch im Wahlkreis 232 grundlegend verändert.
Die Zweitstimmen-Verteilung weicht dabei oft erheblich von den Erststimmen ab. Wählerinnen und Wähler nutzen zunehmend das Stimmensplitting: Die Erststimme geht an den aussichtsreichsten Kandidaten der bevorzugten politischen Richtung, die Zweitstimme an die Wunschpartei. Dieses Verhalten erklärt, warum die Grüne bei den Erststimmen oft stärker abschneidet als bei den Zweitstimmen.
Wahlbeteiligung und Demografie
Die Wahlbeteiligung im Wahlkreis 232 lag bei der Bundestagswahl 2025 im Bereich des Landesdurchschnitts von Baden-Württemberg. In den städtischen Gebieten ist die Beteiligung tendenziell niedriger als in den ländlichen Gemeinden – ein Muster, das sich bundesweit beobachten lässt.
Demografisch verändert sich der Wahlkreis: Die Bevölkerung altert, junge Menschen ziehen in die Großstädte. Gleichzeitig wächst der Anteil der Einwohner mit Migrationshintergrund. Diese Entwicklungen verschieben langfristig die politischen Gewichte – ob zugunsten konservativer oder progressiver Kräfte, zeigt sich erst in den kommenden Wahlen.
Lage des Wahlkreises
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Bei der Bundestagswahl 1987 zogen die Grünen zum dritten Mal in den Bundestag ein – mit 8,3 Prozent ihrem besten Ergebnis bis dahin. Kein einziges Direktmandat: Alle 44 Abgeordneten kamen über die Landesliste. Die Grünen konzentrierten sich auf Hochschulstädte. In Freiburg erreichten sie 22 Prozent der Erststimmen – zu wenig für ein Direktmandat gegen CDU und SPD. Die Partei veränderte dennoch die politische Kultur: Umwelt, Nachrüstung und Friedensbewegung kamen auf die Bundestagsagenda. Helmut Kohl regierte weiter – mit 223 CDU-Direktmandaten.
Häufige Fragen
Wer hat den Wahlkreis 232 bei der Bundestagswahl 2025 gewonnen?
Die Grüne gewann den Wahlkreis 232 Freiburg mit 28,4 Prozent der Erststimmen.
Welchem Bundesland gehört Wahlkreis 232 an?
Der Wahlkreis 232 Freiburg gehört zum Bundesland Baden-Württemberg.
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