Wahlkreis 216 Göppingen – Baden-Württemberg

Wahlkreis 216: Göppingen – Erststimmen, Analyse und Profil

Key-Facts: Wahlkreis 216

  • Wahlkreis-Nr.: 216
  • Name: Göppingen
  • Bundesland: Baden-Württemberg
  • Gewinner BTW 2025: CDU (34,5 %)

Göppingen liegt im Filstal am Nordrand der Schwäbischen Alb. Der Wahlkreis umfasst den Landkreis Göppingen mit seiner starken Prägung durch Maschinenbau und Automobilzulieferer.

Die traditionsreiche Industrieregion hat in den letzten Jahren den Strukturwandel der Automobilindustrie besonders stark zu spüren bekommen.

Wirtschaft und Struktur

Die ländlichen Regionen Baden-Württembergs zeichnen sich durch einen starken Mittelstand aus. Viele Weltmarktführer – sogenannte Hidden Champions – haben hier ihren Sitz. Handwerk und Landwirtschaft ergänzen die industrielle Basis.

Die wirtschaftliche Lage eines Wahlkreises beeinflusst das Wahlverhalten unmittelbar. Regionen mit niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Kaufkraft tendieren zu den Volksparteien, während strukturschwache Gebiete anfälliger für Protestparteien sind. Im Wahlkreis 216 zeigt sich dieses Muster deutlich in den Erststimmen-Ergebnissen.

Ergebnis der Bundestagswahl 2025

Die Bundestagswahl 2025 brachte im Wahlkreis 216 Göppingen ein klares Ergebnis. Die CDU sicherte sich das Direktmandat mit 34,5 Prozent der Erststimmen und lag damit deutlich vor der Konkurrenz.

Partei Erststimmen 2025 Rang
CDU34,5 %1 – Direktmandat
SPD18,7 %2
AfD15,2 %3
Grüne13,1 %4
FDP5,4 %5
Sonstige13,1 %6

Politische Einordnung

Die Bundestagswahl 2025 bestätigte den Trend der letzten Jahre in Baden-Württemberg: Die CDU ist wieder stärkste Kraft, nachdem die Grünen bei der Landtagswahl 2021 noch vorne lagen. Der Erststimmen-Vorsprung der CDU wächst in den ländlichen Wahlkreisen, während die Universitätsstädte weiterhin grün tendieren. Die AfD liegt in Baden-Württemberg unter dem Bundesschnitt, ist aber in einzelnen Wahlkreisen wie Pforzheim deutlich überdurchschnittlich.

Im Wahlkreis 216 bestätigt sich dieses Muster. Die CDU konnte ihre Position als stärkste Kraft behaupten und das Direktmandat gewinnen. Die SPD folgt auf Platz zwei, während die AfD den dritten Rang belegt. Bemerkenswert ist das Abschneiden der Grüne mit 13,1 Prozent – ein Wert, der die politische Stimmung in der Region widerspiegelt.

Politische Stimmung im Wahlkreis 216

Historische Entwicklung

Die Wahlkreise in Baden-Württemberg haben sich in den vergangenen Jahrzehnten gewandelt. Während die großen Volksparteien in den 1980er-Jahren noch gemeinsam über 80 Prozent der Stimmen holten, liegt ihr Anteil heute bei rund 50 bis 60 Prozent. Die Fragmentierung des Parteiensystems – mit Grünen, AfD und zeitweise FDP als relevanten Kräften – hat die politische Landschaft auch im Wahlkreis 216 grundlegend verändert.

Die Zweitstimmen-Verteilung weicht dabei oft erheblich von den Erststimmen ab. Wählerinnen und Wähler nutzen zunehmend das Stimmensplitting: Die Erststimme geht an den aussichtsreichsten Kandidaten der bevorzugten politischen Richtung, die Zweitstimme an die Wunschpartei. Dieses Verhalten erklärt, warum die CDU bei den Erststimmen oft stärker abschneidet als bei den Zweitstimmen.

Wahlbeteiligung und Demografie

Die Wahlbeteiligung im Wahlkreis 216 lag bei der Bundestagswahl 2025 im Bereich des Landesdurchschnitts von Baden-Württemberg. In den städtischen Gebieten ist die Beteiligung tendenziell niedriger als in den ländlichen Gemeinden – ein Muster, das sich bundesweit beobachten lässt.

Demografisch verändert sich der Wahlkreis: Die Bevölkerung altert, junge Menschen ziehen in die Großstädte. Gleichzeitig wächst der Anteil der Einwohner mit Migrationshintergrund. Diese Entwicklungen verschieben langfristig die politischen Gewichte – ob zugunsten konservativer oder progressiver Kräfte, zeigt sich erst in den kommenden Wahlen.

Lage des Wahlkreises

1953: CDU holt erste absolute Mehrheit – Wirtschaftswunder als Wahlkampf

Die Bundestagswahl 1953 war Adenauers Triumph: CDU/CSU erreichte 45,2 Prozent – erste (und bis 1957 einzige) Fälle einer Mehrheit in der Bundesrepublik. Das Wirtschaftswunder unter Ludwig Erhard trieb die Wahlbeteiligung auf 86 Prozent. 200 Wahlkreise gingen direkt an die CDU. Die SPD (28,8 Prozent) blieb in der Opposition. Fünf-Prozent-Hürde galt erstmals bundesweit – mehrere Parteien flogen heraus. 1957 gewann die CDU/CSU sogar 50,2 Prozent – absolute Mehrheit, bis heute unerreicht. Das Wirtschaftswunder machte Adenauer unbesiegbar.

Häufige Fragen

Wer hat den Wahlkreis 216 bei der Bundestagswahl 2025 gewonnen?

Die CDU gewann den Wahlkreis 216 Göppingen mit 34,5 Prozent der Erststimmen.

Welchem Bundesland gehört Wahlkreis 216 an?

Der Wahlkreis 216 Göppingen gehört zum Bundesland Baden-Württemberg.

Mehr dazu: Erststimme und Zweitstimme · Sonntagsfrage erklärt · Wahlbeteiligung

Wahlumfrage-Benachrichtigungen

Sofort informiert bei neuen Umfragen — direkt im Browser, kein Spam.

Mehr erfahren →