Bundestag Plenarsaal — Die Linke ist nach BTW 2025 mit 64 Sitzen im Bundestag

Die Linke — Im 21. Bundestag mit 8,8 Prozent

Die Linke bei der Bundestagswahl 2025

  • Zweitstimmen: 8,8 %
  • Fünf-Prozent-Hürde: Überwunden
  • Sitze im 21. Bundestag: 64 — Fraktion
  • Fraktionsvorsitzende: Heidi Reichinnek
  • Parteivorsitz: Jan van Aken & Ines Schwerdtner

Die Linke ist nach der Bundestagswahl 2025 mit 8,8 % der Zweitstimmen und 64 Sitzen im 21. Deutschen Bundestag vertreten. Das ist ein historisches Comeback nach dem BSW-Abgang Ende 2023. Heidi Reichinnek wurde Fraktionsvorsitzende und gilt als neues Gesicht der Partei.

2021 hatte Die Linke noch knapp über die Grundmandatsklausel (3 Direktmandate: Gysi, Lötzsch, Pellmann) den Einzug gerettet. 2025 war das nicht nötig — mit 8,8 % überwand die Partei die Fünf-Prozent-Hürde klar. Der Aufschwung ist vor allem auf Reichinneks Social-Media-Präsenz, ihre viralen Reden im Bundestag und die Profilierung der Partei als linke Opposition zur GroKo zurückzuführen.

Historische Wahlergebnisse

Die Linke (bzw. ihre Vorgängerparteien PDS und Linkspartei/WASG) ist seit 2005 durchgehend im Bundestag vertreten. Das 2025er Ergebnis ist nach dem BSW-Abgang ein deutliches Comeback gegenüber den schwachen Umfragewerten der Vorjahre.

Wahl Zweitstimmen Sitze Anmerkung
BTW 20258,8 %64Im Bundestag, Fraktion
BTW 20214,9 %39Grundmandatsklausel (3 Direktmandate)
BTW 20179,2 %69Opposition
BTW 20138,6 %64Opposition
BTW 200911,9 %76Bestes Ergebnis
BTW 20058,7 %54Erster Einzug als Linkspartei/PDS

Warum gelang das Comeback?

Mehrere Faktoren erklären den Aufstieg von 4–5 % in den Umfragen auf 8,8 % bei der Wahl:

  • Heidi Reichinnek: Die neue Fraktionsvorsitzende kommuniziert modern, ist auf TikTok und Instagram viral gegangen und spricht gezielt jüngere Wähler an.
  • BSW-Enttäuschung: Das BSW enttäuschte viele Stammwähler (interne Konflikte, Koalitionsbruch in Brandenburg). Ein Teil wanderte zur Linken zurück.
  • Klares Profil: Die Linke positionierte sich klar als soziale Opposition gegen die erwartete GroKo — ohne die internen Grabenkämpfe der Wagenknecht-Ära.
  • BSW-Abspaltung als Chance: Paradoxerweise half der Weggang Wagenknechts: Die Partei konnte sich neu definieren, ohne den Dauerstreit um Programm und Führung.

Wussten Sie?

  • Die Linke ging 2007 aus der Fusion von WASG und PDS hervor — und ist seitdem ununterbrochen im Bundestag.
  • 2021 rettete die Grundmandatsklausel die Partei (Gysi, Lötzsch, Pellmann). 2025 war das nicht nötig: 8,8 % sprachen für sich.
  • Bodo Ramelow verlor nach der Thüringen-Wahl 2024 sein Amt als Ministerpräsident an Mario Voigt (CDU).
  • Das BSW, die Abspaltung von 2024, sitzt als Gruppe mit 2 Sitzen im 21. Bundestag.

Aktuelle Parteiführung

Die Linke wird seit 2024 von Jan van Aken und Ines Schwerdtner geführt. Im Bundestag führt Heidi Reichinnek die Fraktion. Gregor Gysi ist nicht mehr im Bundestag, bleibt aber öffentlich präsent. Die Partei ist sowohl auf Bundesebene (Fraktion) als auch auf Landes- und Kommunalebene aktiv.

Häufige Fragen

Ist Die Linke im 21. Bundestag vertreten?

Ja. Die Linke erzielte bei der Bundestagswahl 2025 mit 8,8 % ein starkes Ergebnis und ist mit 64 Sitzen als Fraktion im 21. Bundestag vertreten. Fraktionsvorsitzende ist Heidi Reichinnek.

Warum gelang der Linken das Comeback 2025?

Nach dem BSW-Abgang 2023 positionierte sich die Linke neu. Heidi Reichinneks Social-Media-Präsenz und klare Oppositionsarbeit trieben die Partei von 4–5 % in Umfragen auf 8,8 % bei der Wahl.

Was ist der Unterschied zwischen Linke und BSW?

Das BSW spaltete sich Ende 2023 von der Linken ab. BSW erzielte bei der BTW 2025 4,97 % und sitzt mit 2 Direktmandaten als Gruppe im Bundestag. Die Linke ist mit 64 Sitzen als Fraktion vertreten — deutlich stärker als das BSW.

Wer führt Die Linke?

Parteivorsitz: Jan van Aken und Ines Schwerdtner. Fraktionsvorsitzende im Bundestag: Heidi Reichinnek.

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