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Junger Mann informiert sich auf dem Handy über Wahlumfragen

Wie wählen junge Menschen? — Wahlverhalten der Generation Z und Millennials

Key-Facts: Junge Wähler

  • Altersgruppe: 18–30 Jahre (ca. 9,5 Mio. Wahlberechtigte)
  • Wahlbeteiligung 2025: Rund 67% bei 18–24-Jährigen (Gesamtschnitt: ca. 82%)
  • Top-Themen: Klimaschutz, Wohnen, Bildung, Digitalisierung
  • Trend: Wachsende Polarisierung — Grüne und AfD gleichzeitig stark
  • Erstwähler 2025: Ca. 4,8 Mio. durften zum ersten Mal wählen

18- bis 29-Jährige könnten jede Wahl entscheiden. Wenn sie denn wählen gingen. Junge Wählerinnen und Wähler gelten als die politisch unberechenbarste Gruppe. Sie sind weniger parteigebunden als ältere Generationen, reagieren stärker auf aktuelle Themen und lassen sich seltener von Traditionen oder Milieubindungen leiten. Doch was heißt das konkret für die deutsche Parteienlandschaft? Wie wählen junge Menschen bei Bundestagswahlen, und welche Faktoren beeinflussen ihre Entscheidung?

Die Analyse des Wahlverhaltens junger Menschen ist aus mehreren Gründen relevant: Erstens repräsentieren sie die Zukunft der Demokratie. Zweitens zeigen sich bei ihnen politische Trends oft früher als in der Gesamtbevölkerung. Und drittens ist ihr Wahlverhalten ein Indikator dafür, wie gut Parteien verschiedene Generationen ansprechen.

Wahlbeteiligung: Junge Menschen gehen seltener wählen

Die Wahlbeteiligung junger Menschen liegt konstant unter dem Gesamtdurchschnitt. Das ist kein rein deutsches Phänomen — in nahezu allen westlichen Demokratien wählen junge Erwachsene seltener. Die Gründe sind vielschichtig: Häufige Umzüge führen dazu, dass Wahlbenachrichtigungen nicht ankommen. Die erste Wahl hat noch keine Routine. Und viele junge Menschen empfinden eine Distanz zur institutionalisierten Politik.

Allerdings gibt es eine bemerkenswerte Entwicklung: Bei besonders polarisierenden Wahlen steigt die Beteiligung junger Wähler überdurchschnittlich an. Die Fridays-for-Future-Bewegung mobilisierte 2021 viele junge Erstwähler, und auch 2025 war die Beteiligung höher als bei früheren Wahlen — getrieben durch die emotionale Debatte um Migration, Klimaschutz und die Wirtschaftskrise.

Bundestagswahl18–24 Jahre25–34 JahreGesamtDifferenz (18–24 vs. Gesamt)
200963,0%62,3%70,8%−7,8 Pp.
201364,2%63,8%71,5%−7,3 Pp.
201767,0%67,2%76,2%−9,2 Pp.
202170,6%71,5%76,6%−6,0 Pp.
2025ca. 67%ca. 72%ca. 82%ca. −15 Pp.

Quelle: Bundeswahlleiter, repräsentative Wahlstatistik. Die Daten für 2025 basieren auf vorläufigen Hochrechnungen, da die endgültige repräsentative Statistik erst später veröffentlicht wird.

Parteienpräferenzen: Was junge Menschen wählen

Das Wahlverhalten junger Menschen unterscheidet sich erheblich von dem der Gesamtbevölkerung. Während CDU/CSU im Gesamtergebnis regelmäßig stärkste Kraft ist, sieht das Bild bei den unter 30-Jährigen anders aus. Hier einige zentrale Befunde:

Grüne als Jugendpartei? Bündnis 90/Die Grünen erzielten 2021 bei den 18–24-Jährigen mit 23% ihr bestes Ergebnis aller Altersgruppen. Klimaschutz als zentrales Thema sprach junge Wähler direkt an. Doch schon 2025 zeigte sich: Diese Dominanz ist nicht stabil. Die Grünen verloren bei jungen Männern deutlich an die AfD.

Die AfD bei jungen Männern: Hier wird es unbequem. Eine der überraschendsten Entwicklungen der letzten Jahre ist der Anstieg der AfD-Unterstützung unter jungen Männern. Während die Partei bei jungen Frauen unterdurchschnittlich abschneidet, liegt sie bei 18–24-jährigen Männern teilweise über ihrem Gesamtergebnis. Forscher führen dies auf wirtschaftliche Unsicherheit, Identitätsfragen und die starke Social-Media-Präsenz der Partei zurück.

Schüler im Klassenraum diskutieren über Politik und Wahlentscheidungen
Politische Bildung in der Schule: Junge Menschen setzen sich früh mit Demokratie und Wahlentscheidungen auseinander.

FDP und das Aufstiegsversprechen: Die FDP konnte 2021 bei jungen Wählern mit Themen wie Digitalisierung, Bildung und wirtschaftlicher Freiheit punkten. Bei den 18–24-Jährigen erreichte sie 2021 rund 21% — deutlich über ihrem Gesamtergebnis. 2025 schrumpfte dieser Anteil allerdings drastisch, als die Partei an der Fünf-Prozent-Hürde scheiterte.

SPD und Linke: Die SPD hat bei jungen Wählern traditionell einen schweren Stand. Das änderte sich 2021 kurzzeitig durch den Scholz-Effekt, aber 2025 fielen die Sozialdemokraten bei unter 30-Jährigen auf einstellige Werte. Die Linke (bzw. seit 2024 das BSW) spielt bei jungen Wählern eine marginale Rolle.

Themen: Was junge Wähler bewegt

Die Wahlentscheidung junger Menschen wird stärker von einzelnen Sachthemen getrieben als von Parteiloyalität. Die Infratest-Dimap-Daten der letzten Bundestagswahlen zeigen ein klares Ranking:

ThemaWichtigkeit bei 18–29Wichtigkeit gesamtDifferenz
Klimaschutz / Umwelt61%39%+22 Pp.
Bezahlbarer Wohnraum54%37%+17 Pp.
Bildung / Ausbildung48%28%+20 Pp.
Digitalisierung39%22%+17 Pp.
Soziale Gerechtigkeit41%35%+6 Pp.
Migration / Integration35%42%−7 Pp.
Wirtschaft / Arbeitsplätze29%41%−12 Pp.
Rente / Altersvorsorge12%38%−26 Pp.

Quelle: Infratest dimap, Forschungsgruppe Wahlen. Die Daten sind aggregiert aus mehreren Befragungswellen und geben Tendenzwerte wieder.

Auffällig: Klimaschutz ist für junge Wähler der mit Abstand wichtigste Faktor — mit 22 Prozentpunkten Abstand zum Gesamtdurchschnitt. Gleichzeitig spielen klassische Themen wie Rente bei jungen Wählern fast keine Rolle. Das erklärt auch, warum Parteien mit starkem Klimaprofil bei jungen Wählern punkten — und warum die Union hier traditionell schwächer abschneidet.

Social Media als Wahlkampf-Arena

Junge Wähler informieren sich anders als ältere Generationen. Während für über 50-Jährige das Fernsehen die wichtigste Informationsquelle bleibt, dominieren bei unter 30-Jährigen Social-Media-Plattformen: TikTok, Instagram, YouTube und X (ehemals Twitter). Das verändert die politische Kommunikation fundamental.

Parteien, die Social Media früh und professionell bespielten, profitierten bei jungen Wählern überproportional. Die Grünen und die FDP nutzten 2021 Instagram und TikTok erfolgreich. Die AfD baute ab 2023 eine massive TikTok-Präsenz auf, die insbesondere junge Männer erreichte. CDU und SPD hinken in der digitalen Kommunikation nach wie vor hinterher.

Studien der Universität Mainz zeigen: 43% der 18–24-Jährigen nennen Social Media als ihre wichtigste politische Informationsquelle. Bei den über 60-Jährigen sind es nur 7%. Diese Kluft hat direkte Auswirkungen auf die Wahlentscheidung, denn die Algorithmen der Plattformen verstärken tendenziell emotionale und polarisierende Inhalte.

Der Gender-Gap: Junge Frauen vs. junge Männer

Eine der markantesten Entwicklungen der letzten Jahre ist der wachsende Unterschied im Wahlverhalten zwischen jungen Frauen und jungen Männern. International wird dieses Phänomen als „Gender Political Gap“ diskutiert — und Deutschland ist keine Ausnahme.

Junge Frauen wählen überdurchschnittlich häufig Grüne und SPD, während junge Männer stärker zu FDP und AfD tendieren. Bei der Bundestagswahl 2025 betrug der Unterschied im Grünen-Stimmenanteil zwischen 18–24-jährigen Frauen und Männern rund 12 Prozentpunkte. Bei der AfD war es umgekehrt: Junge Männer wählten die Partei etwa doppelt so häufig wie junge Frauen derselben Altersgruppe.

Forscher der Freien Universität Berlin erklären diesen Gap mit unterschiedlichen Werteprofilen: Junge Frauen priorisieren häufiger Gleichstellung, Klimaschutz und soziale Sicherheit. Junge Männer betonen öfter wirtschaftliche Freiheit, Sicherheit und nationale Identität. Diese Tendenz verstärkt sich über soziale Medien, wo geschlechtsspezifische Algorithmen unterschiedliche politische Inhalte ausspielen.

Erstwähler: Die entscheidende erste Wahl

Die erste Bundestagswahl ist für viele junge Menschen ein prägendes Erlebnis. Studien zeigen: Wer bei der ersten Wahl nicht zur Urne geht, bleibt mit höherer Wahrscheinlichkeit dauerhaft Nichtwähler. Deshalb ist die Mobilisierung von Erstwählern für alle Parteien von strategischer Bedeutung.

Bei der Bundestagswahl 2025 waren rund 4,8 Millionen junge Menschen erstmals wahlberechtigt. Durch die Absenkung des Wahlalters auf 16 Jahre bei einigen Landtagswahlen wächst die Debatte, ob auch auf Bundesebene 16-Jährige wählen dürfen sollten. Befürworter argumentieren mit der politischen Reife und dem Wunsch nach Mitbestimmung. Kritiker verweisen auf die fehlende volle Geschäftsfähigkeit und die leichte Beeinflussbarkeit.

Junge Frau in Berlin denkt über ihre Wahlentscheidung nach
Die Wahlentscheidung junger Menschen wird stärker von Sachthemen als von Parteitreue bestimmt.

Generationenkonflikt: Junge vs. Alte an der Wahlurne

Nirgendwo wird der Generationenkonflikt so sichtbar wie beim Vergleich der Parteienpräferenzen von 18–29-Jährigen und über 60-Jährigen. Die folgende Tabelle zeigt, wie dramatisch sich die beiden Altersgruppen bei der Bundestagswahl 2025 unterschieden haben — und macht deutlich, warum manche Politikwissenschaftler von einer „demokratischen Generationenspaltung“ sprechen.

Partei18–29 Jahre60+ JahreDifferenzInterpretation
CDU/CSUca. 18%ca. 40%−22 Pp.Massiver Altersbonus der Union
Grüneca. 20%ca. 7%+13 Pp.Klare Jugendpartei
AfDca. 17%ca. 17%0 Pp.Überraschend: gleich stark in beiden Gruppen
SPDca. 12%ca. 22%−10 Pp.SPD verliert die Jugend
FDPca. 7%ca. 4%+3 Pp.Leichter Jugendbonus (trotz 2025-Krise)
BSWca. 4%ca. 6%−2 Pp.Eher ältere Wählerschaft
Linkeca. 5%ca. 3%+2 Pp.Marginal, aber bei Jungen stärker
Sonstigeca. 17%ca. 1%+16 Pp.Junge Wähler experimentieren deutlich mehr

Quelle: Infratest dimap, Forschungsgruppe Wahlen, Nachwahlbefragung 2025 (gerundete Tendenzwerte). Die Tabelle offenbart den krassesten Generationenkonflikt seit Bestehen der Bundesrepublik: Während über 60-Jährige eine klar CDU-dominierte Parteienlandschaft abbilden, leben junge Wähler in einem Vielparteiensystem, in dem keine Partei über 20% kommt. Besonders auffällig: 17% der unter 30-Jährigen wählen Kleinstparteien — bei den Senioren ist es gerade 1%. Das zeigt die fundamentale Ablehnung des Parteiensystems durch einen relevanten Teil der Jugend.

Politisch brisant ist die AfD-Spalte: Die Partei erzielt bei Jungen und Alten ähnliche Werte — aber aus völlig unterschiedlichen Motiven. Junge AfD-Wähler sind überwiegend männlich, digital mobilisiert und oft von Abstiegsängsten getrieben. Ältere AfD-Wähler kommen eher aus der Wendeenttäuschung und der Migrationsskepsis. Zwei Generationen, ein Kreuz — aber verschiedene Welten.

Wahlverhalten im Wandel: Trends und Prognosen

Das Wahlverhalten junger Menschen ist volatiler geworden. Während in den 1980er und 1990er Jahren noch klare Präferenzen erkennbar waren (junge Wähler tendierten zu SPD und Grünen), ist das Bild heute fragmentiert. Mehrere Trends zeichnen sich ab:

Abnehmende Parteitreue: Junge Wähler sind häufiger Wechselwähler als ältere Generationen. Sie entscheiden sich später und ändern ihre Meinung häufiger. Das macht sie für Parteien schwer kalkulierbar, aber auch besonders umworben.

Themengetriebene Entscheidungen: Statt einer Partei dauerhaft treu zu bleiben, orientieren sich junge Wähler an einzelnen Sachthemen. Wer beim Klimaschutz überzeugt, bekommt die Stimme — unabhängig von der sonstigen Programmatik.

Protestpotenzial: Die Bereitschaft zur Protestwahl ist bei jungen Wählern überdurchschnittlich hoch. Das erklärt den gleichzeitigen Anstieg von Grünen und AfD in dieser Altersgruppe — beides Parteien, die als Alternative zum Establishment wahrgenommen werden.

Digitale Mobilisierung: Online-Kampagnen erreichen junge Wähler effektiver als klassischer Wahlkampf. Die Partei, die digitale Kommunikation am besten beherrscht, hat bei unter 30-Jährigen einen strukturellen Vorteil.

Politisches Engagement jenseits der Wahlurne

Die niedrigere Wahlbeteiligung junger Menschen wird oft als Desinteresse interpretiert — doch das greift zu kurz. Studien der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) zeigen: Junge Menschen sind politisch engagierter als je zuvor, nur eben nicht über die klassischen Kanäle. Petitionen unterschreiben, an Demonstrationen teilnehmen, politische Inhalte in sozialen Medien teilen, Konsumentscheidungen aus politischen Gründen treffen — all das zählt für viele junge Menschen als politische Teilhabe, auch wenn es sich nicht in der Wahlstatistik niederschlägt.

Die Fridays-for-Future-Bewegung war das sichtbarste Beispiel: Millionen junger Menschen gingen auf die Straße, organisierten sich dezentral über Social Media und übten erheblichen politischen Druck aus. Ähnliche Muster zeigen sich bei der Black-Lives-Matter-Solidarität 2020, den Anti-AfD-Protesten 2024 und der Klimagerechtigkeitsbewegung. Diese Formen des Engagements sind für junge Menschen oft attraktiver als das Kreuz auf einem Stimmzettel alle vier Jahre, weil sie unmittelbarer und emotionaler sind.

Allerdings zeigt die Forschung auch: Wer demonstriert, wählt tendenziell auch. Die Kombination aus konventioneller und unkonventioneller Beteiligung ist bei politisch aktiven Jugendlichen die Norm. Die echte Problemgruppe sind die ca. 30–35% der jungen Menschen, die weder wählen noch sich anderweitig politisch engagieren — und die überdurchschnittlich häufig aus bildungsfernen Milieus stammen.

Was Parteien falsch machen — und richtig machen könnten

Die meisten deutschen Parteien scheitern daran, junge Wähler systematisch zu erreichen. Die Gründe sind strukturell: Parteiprogramme werden in einer Sprache verfasst, die junge Menschen nicht anspricht. Wahlkampf findet dort statt, wo junge Menschen nicht sind (Marktplätze, Zeitungsanzeigen). Und die internen Strukturen der Parteien bevorzugen Ältere — das Durchschnittsalter der Parteimitglieder liegt bei allen großen Parteien über 50.

Erfolgreiche Beispiele zeigen, was möglich ist: Die FDP erreichte 2021 mit einer professionellen Instagram-Strategie und dem Fokus auf Zukunftsthemen 21% bei Erstwählern. Die AfD baute ab 2023 eine TikTok-Präsenz auf, die Millionen junger Nutzer erreichte. Und die Grünen profitierten 2019–2021 von der symbiotischen Beziehung zur Klimabewegung. Das Muster: Parteien, die junge Menschen dort abholen, wo sie sind (digital), und die Themen aufgreifen, die sie bewegen (Klima, Wohnen, Digitalisierung), können überdurchschnittliche Ergebnisse erzielen. Parteien, die auf traditionelle Kommunikation setzen, verlieren den Anschluss.

26. Mai 2019: 36% der 18–24-Jährigen wählen Grün — der mächtigste Jugendwahlblock der Nachkriegsgeschichte

Bei der Europawahl 2019 stimmten 36% der 18–24-Jährigen in Deutschland für die Grünen — mehr als jede andere Partei in dieser Altersgruppe, doppelt so viel wie deren Gesamtergebnis (20,5%). Es war die stärkste Konzentration des Jungwählerblocks auf eine einzelne Partei in der Geschichte der Bundesrepublik. Der Auslöser war die Klimabewegung: Greta Thunbergs erster Deutschland-Besuch war im September 2018. Bis zur Wahl hatten 1,4 Millionen Deutsche an Fridays-for-Future-Demos teilgenommen. Die Grünen hatten das Klimathema nicht erfunden — aber sie waren allein damit assoziiert. Die Konsequenz: Für kurze Zeit führten die Grünen 2019 in bundesweiten Umfragen. Danach folgten zwei Jahre CDU-Kanzlerschaft unter Laschet, Habeck als Wirtschaftsminister — und ein tiefer Fall: Bei der Bundestagswahl 2025 holten die Grünen unter 18-Jährigen nur noch 21%.

Der Junge-Männer-Bruch: Warum AfD und Grüne gleichzeitig bei unter 25-Jährigen stark sind

Keine andere Altersgruppe zeigt einen größeren internen Bruch. Bei der Bundestagswahl 2025 wählten junge Frauen (18–24) überdurchschnittlich Grüne — junge Männer derselben Gruppe überdurchschnittlich AfD. Die Differenz beim Grünen-Anteil zwischen jungen Frauen und Männern lag bei rund 12 Prozentpunkten. Bei der AfD war es umgekehrt: junge Männer wählten die Partei etwa doppelt so häufig wie Frauen. TikTok spielte dabei eine Schlüsselrolle: Der AfD-Account @AfD.Offiziell erreichte 2024 über 600.000 Follower — fast ausschließlich junge männliche Nutzer. Politikwissenschaftler nennen das Phänomen „politische Geschlechterspaltung der Generation Z“ — ein internationales Muster, das in Deutschland 2025 erstmals klar in Wahldaten sichtbar wurde.

Häufige Fragen

Welche Partei wählen junge Menschen am häufigsten?

Bei der Bundestagswahl 2025 lagen CDU/CSU und Grüne bei jungen Wählern vorne. Die Grünen hatten traditionell hohe Anteile unter 18- bis 24-Jährigen, während die Union bei den 25- bis 34-Jährigen stärker abschneidet.

Warum ist die Wahlbeteiligung bei jungen Menschen niedriger?

Gründe sind politisches Desinteresse, das Gefühl mangelnder Repräsentation, häufige Umzüge und fehlende Routine. Studien zeigen, dass erstmalige Wähler seltener zur Wahl gehen als etablierte Wähler.

Welche Themen sind jungen Wählern besonders wichtig?

Klimaschutz, Bildungspolitik, Digitalisierung, bezahlbarer Wohnraum und soziale Gerechtigkeit stehen bei jungen Wählern ganz oben auf der Prioritätenliste.

Wählen junge Menschen eher links oder rechts?

Junge Wähler tendieren im Durchschnitt etwas stärker zu progressiven Parteien, aber es gibt keine einheitliche Tendenz. Seit 2023 zeigt sich ein wachsender Anteil junger AfD-Wähler, vor allem bei jungen Männern.

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