Peter Altmaier — Portrait

Peter Altmaier – Universalminister und enger Merkel-Vertrauter

Steckbrief: Peter Altmaier

  • Partei: CDU
  • Geburtsjahr: 1958, Ensdorf (Saarland)
  • Beruf: Jurist
  • MdB: 1994–2021 (nicht mehr im Bundestag)
  • Frühere Ämter: Bundeswirtschaftsminister (2018–2021), Chef des Bundeskanzleramts (2013–2018), Bundesumweltminister (2012–2013), Parlamentarischer Geschäftsführer CDU/CSU (2005–2012)

Peter Altmaier gehört zu den politisch vielseitigsten CDU-Politikern der Merkel-Ära. Der Saarländer bekleidete in seinen fast 30 Jahren Bundestags- und Regierungszugehörigkeit eine außergewöhnliche Breite an Ämtern – vom Parlamentarischen Geschäftsführer über Umwelt- und Kanzleramtsminister bis zum Wirtschaftsminister. Sein Name steht für Loyalität gegenüber Merkel und politische Beweglichkeit.

Aufstieg in der CDU-Fraktion

Altmaier trat 1994 erstmals in den Bundestag ein. Als Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Fraktion (2005–2012) war er einer der entscheidenden Architekten der Großen Koalitionen unter Merkel. Er verstand es, in einem stark fraktionspolitisch geprägten System die notwendigen Mehrheiten zu organisieren und war für seinen Verhandlungsgeschick bekannt.

2012 wurde er als Nachfolger von Norbert Röttgen Bundesumweltminister – ein Amt, das er nur kurz bekleidete, bevor er nach der Bundestagswahl 2013 als Chef des Bundeskanzleramts in eine Schlüsselposition aufstieg.

Peter Altmaier (CDU/CSU), Abgeordnete/r im Deutschen Bundestag.
Peter Altmaier (CDU/CSU), Abgeordnete/r im Deutschen Bundestag.

Kanzleramtschef während der Flüchtlingskrise

Als Chef des Bundeskanzleramts (2013–2018) war Altmaier in einer der schwierigsten Phasen der Merkel-Regierung eng eingebunden: Die Flüchtlingskrise 2015/16 stellte die Bundesregierung vor enorme logistische und politische Herausforderungen. In dieser Zeit war Helge Braun als Staatsminister ebenfalls im Kanzleramt tätig. Altmaier koordinierte als Flüchtlingskoordinator die Aufnahme von mehr als einer Million Geflüchteten – eine Aufgabe, die er pragmatisch, aber unter erheblichem politischen Druck erfüllte.

2018 übernahm er das Bundeswirtschaftsministerium. Dort versuchte er, eine aktive Industriepolitik zu etablieren, die Deutschland vor dem Ausverkauf von Schlusselunternehmen schützen sollte. Sein Nationale Industriestrategie-Papier sorgte für Diskussionen über die Rolle des Staates in der Wirtschaft.

StationZeitraumFunktion
Bundestag1994–2021MdB (CDU)
CDU/CSU-Fraktion2005–2012Parlamentarischer Geschäftsführer
Bundesregierung2012–2013Bundesumweltminister
Bundesregierung2013–2018Chef des Bundeskanzleramts
Bundesregierung2018–2021Bundeswirtschaftsminister
Bundestagswahl 20212021Scheiterte, kein Mandat mehr

Abschied von der aktiven Bundespolitik

Bei der Bundestagswahl 2021 trat Altmaier im Saarland an, verlor aber das Direktmandat. Da er nicht über die Landesliste abgesichert war, schied er aus dem Bundestag aus. Seitdem ist er nicht mehr aktiv in der Bundespolitik. Er lebt im Saarland und ist gelegentlich als Kommentator und Berater tätig.

Altmaiers Karriere steht exemplarisch für die Merkel-CDU: pragmatisch, koalitionsorientiert, wenig ideologisch – und damit sowohl ihr Erfolgsrezept als auch ihre Hinterlassenschaft.

Häufige Fragen

Welche Ämter hatte Peter Altmaier unter Angela Merkel?

Peter Altmaier bekleidete unter Angela Merkel mehrere zentrale Ämter: Parlamentarischer Geschäftsführer (2005–2012), Bundesumweltminister (2012–2013), Chef des Bundeskanzleramts (2013–2018) und Bundeswirtschaftsminister (2018–2021).

Ist Peter Altmaier noch politisch aktiv?

Peter Altmaier schied nach der Bundestagswahl 2021 aus dem Bundestag aus und ist seitdem nicht mehr aktiv in der Bundespolitik tätig.

Woher kommt Peter Altmaier?

Peter Altmaier wurde 1958 in Ensdorf im Saarland geboren und ist dem Saarland eng verbunden.

Was war Peter Altmaiers größte politische Leistung?

Als Chef des Bundeskanzleramts (2013–2018) koordinierte Altmaier die Flüchtlingskrise 2015/16. Als Wirtschaftsminister versuchte er, eine nationale Industriestrategie zu entwickeln.

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