Wahlkreis 236: Rottweil-Tuttlingen – Erststimmen, Analyse und Profil
Key-Facts: Wahlkreis 236
- Wahlkreis-Nr.: 236
- Name: Rottweil-Tuttlingen
- Bundesland: Baden-Württemberg
- Gewinner BTW 2025: CDU (39,1 %)
Rottweil und Tuttlingen bilden einen Wahlkreis auf der Baar zwischen Schwarzwald und Schwäbischer Alb. Tuttlingen ist Welthauptstadt der Medizintechnik mit über 400 Unternehmen der Branche.
Die Kombination aus Medizintechnik-Cluster und ländlicher Tradition macht den Wahlkreis wirtschaftlich robust und politisch konservativ.
Wirtschaft und Struktur
Die ländlichen Regionen Baden-Württembergs zeichnen sich durch einen starken Mittelstand aus. Viele Weltmarktführer – sogenannte Hidden Champions – haben hier ihren Sitz. Handwerk und Landwirtschaft ergänzen die industrielle Basis.
Die wirtschaftliche Lage eines Wahlkreises beeinflusst das Wahlverhalten unmittelbar. Regionen mit niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Kaufkraft tendieren zu den Volksparteien, während strukturschwache Gebiete anfälliger für Protestparteien sind. Im Wahlkreis 236 zeigt sich dieses Muster deutlich in den Erststimmen-Ergebnissen.
Ergebnis der Bundestagswahl 2025
Die Bundestagswahl 2025 brachte im Wahlkreis 236 Rottweil-Tuttlingen ein klares Ergebnis. Die CDU sicherte sich das Direktmandat mit 39,1 Prozent der Erststimmen und lag damit deutlich vor der Konkurrenz.
| Partei | Erststimmen 2025 | Rang |
|---|---|---|
| CDU | 39,1 % | 1 – Direktmandat |
| AfD | 14,3 % | 2 |
| SPD | 14,7 % | 3 |
| Grüne | 12,4 % | 4 |
| FDP | 5,6 % | 5 |
| Sonstige | 13,9 % | 6 |
Politische Einordnung
Die Bundestagswahl 2025 bestätigte den Trend der letzten Jahre in Baden-Württemberg: Die CDU ist wieder stärkste Kraft, nachdem die Grünen bei der Landtagswahl 2021 noch vorne lagen. Der Erststimmen-Vorsprung der CDU wächst in den ländlichen Wahlkreisen, während die Universitätsstädte weiterhin grün tendieren. Die AfD liegt in Baden-Württemberg unter dem Bundesschnitt, ist aber in einzelnen Wahlkreisen wie Pforzheim deutlich überdurchschnittlich.
Im Wahlkreis 236 bestätigt sich dieses Muster. Die CDU konnte ihre Position als stärkste Kraft behaupten und das Direktmandat gewinnen. Die AfD folgt auf Platz zwei, während die SPD den dritten Rang belegt. Bemerkenswert ist das Abschneiden der Grüne mit 12,4 Prozent – ein Wert, der die politische Stimmung in der Region widerspiegelt.
Historische Entwicklung
Die Wahlkreise in Baden-Württemberg haben sich in den vergangenen Jahrzehnten gewandelt. Während die großen Volksparteien in den 1980er-Jahren noch gemeinsam über 80 Prozent der Stimmen holten, liegt ihr Anteil heute bei rund 50 bis 60 Prozent. Die Fragmentierung des Parteiensystems – mit Grünen, AfD und zeitweise FDP als relevanten Kräften – hat die politische Landschaft auch im Wahlkreis 236 grundlegend verändert.
Die Zweitstimmen-Verteilung weicht dabei oft erheblich von den Erststimmen ab. Wählerinnen und Wähler nutzen zunehmend das Stimmensplitting: Die Erststimme geht an den aussichtsreichsten Kandidaten der bevorzugten politischen Richtung, die Zweitstimme an die Wunschpartei. Dieses Verhalten erklärt, warum die CDU bei den Erststimmen oft stärker abschneidet als bei den Zweitstimmen.
Wahlbeteiligung und Demografie
Die Wahlbeteiligung im Wahlkreis 236 lag bei der Bundestagswahl 2025 im Bereich des Landesdurchschnitts von Baden-Württemberg. In den städtischen Gebieten ist die Beteiligung tendenziell niedriger als in den ländlichen Gemeinden – ein Muster, das sich bundesweit beobachten lässt.
Demografisch verändert sich der Wahlkreis: Die Bevölkerung altert, junge Menschen ziehen in die Großstädte. Gleichzeitig wächst der Anteil der Einwohner mit Migrationshintergrund. Diese Entwicklungen verschieben langfristig die politischen Gewichte – ob zugunsten konservativer oder progressiver Kräfte, zeigt sich erst in den kommenden Wahlen.
Lage des Wahlkreises
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Die Bundestagswahl 1980 war ein Konflikt zweier politischer Kulturen: Franz Josef Strauß (CSU) als Kanzlerkandidat der Union holte in Bayern 60,3 Prozent der Stimmen – ein Allzeit-Rekord. Bundesweit gewann die SPD (42,9 Prozent) und FDP (10,6 Prozent) die Wahl. Strauß verlor gegen Helmut Schmidt (34,2 Prozent CDU/CSU). Strauß gewann sein Direktmandat in Weilheim mit 70 Prozent – der höchste Erststimmenanteil jener Wahl. Das Muster blieb: Bayern als CSU-Festung, Rest der Republik als Wechselwähler-Terrain.
Häufige Fragen
Wer hat den Wahlkreis 236 bei der Bundestagswahl 2025 gewonnen?
Die CDU gewann den Wahlkreis 236 Rottweil-Tuttlingen mit 39,1 Prozent der Erststimmen.
Welchem Bundesland gehört Wahlkreis 236 an?
Der Wahlkreis 236 Rottweil-Tuttlingen gehört zum Bundesland Baden-Württemberg.
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