Midterms 2026: US-Kongresswahlen am 3. November
Midterm Elections 2026
Midterms 2026 auf einen Blick
- Datum: Dienstag, 3. November 2026
- Senate: 35 von 100 Sitzen zur Wahl (Class II)
- House: Alle 435 Sitze zur Wahl
- Aktueller Stand Senate: 53 REP – 47 DEM (+ 0 IND)
- Aktueller Stand House: 222 REP – 213 DEM
Bei den Midterm Elections 2026 stehen alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus und 35 der 100 Senatssitze zur Wahl. Midterms finden immer in der Mitte der Amtszeit eines Präsidenten statt und gelten als Referendum über seine Politik. Historisch verliert die Partei des Präsidenten bei Midterms fast immer Sitze.
Senate Races 2026: Die wichtigsten Rennen
Im Senate stehen 35 Sitze zur Wahl (Class II). Davon verteidigen die Demokraten deutlich mehr umkämpfte Sitze als die Republikaner. Die Kämpfe konzentrieren sich auf eine Handvoll Swing-Staaten:
| Staat | Amtsinhaber | Partei | Prognose |
|---|---|---|---|
| Georgia | Jon Ossoff | DEM | Toss-up |
| North Carolina | Thom Tillis | REP | Toss-up |
| Colorado | (offen) | REP | Toss-up |
| Arizona | Ruben Gallego | DEM | Lean D |
| Michigan | Gary Peters | DEM | Lean D |
| New Hampshire | Jeanne Shaheen | DEM | Lean D |
| Virginia | Mark Warner | DEM | Lean D |
| Minnesota | Tina Smith | DEM | Lean D |
| New Mexico | Ben Ray Luján | DEM | Lean D |
| Iowa | Joni Ernst | REP | Lean R |
| Maine | Susan Collins | REP | Lean R |
| Montana | Steve Daines | REP | Lean R |
| Texas | John Cornyn | REP | Likely R |
| Alaska | Dan Sullivan | REP | Likely R |
| Alabama | (offen) | DEM | Likely R |
Key Races: Wo es am spannendsten wird
Georgia (Toss-up): Jon Ossoff (DEM) verteidigt seinen Sitz, den er 2021 in einer Stichwahl knapp gewann. Georgia kippte 2020 erstmals seit 1992 zu den Demokraten und ist seitdem einer der härtesten umkämpften Staaten.
North Carolina (Toss-up): Thom Tillis (REP) tritt nach einer Amtszeit an. North Carolina war bei den letzten fünf Präsidentschaftswahlen immer innerhalb von 4 Prozentpunkten – ein klassischer Swing State im Süden.
Colorado (Toss-up): Ein Sitz, der 2020 von den Demokraten erobert wurde. Colorado hat sich in den letzten Jahrzehnten von einem Swing State zu einem leichten Demokraten-Vorteil entwickelt – aber Midterms können Trends umkehren.
Iowa (Lean R): Joni Ernst (REP) verteidigt in einem Staat, der sich seit 2016 deutlich nach rechts verschoben hat. Trotzdem: Bei niedrigem Approval Rating des Präsidenten könnte der Sitz umkämpft werden.
House of Representatives: Alle 435 Sitze
Im House stehen alle 435 Sitze zur Wahl. Die Republikaner halten aktuell eine knappe Mehrheit von 222 Sitzen (218 nötig). Aufgrund von Gerrymandering (parteipolitischem Zuschnitt der Wahlkreise) sind nur ca. 30–40 Sitze tatsächlich umkämpft.
Historischer Trend: Die Partei des Präsidenten hat bei 18 der letzten 20 Midterms Sitze im House verloren. Der Durchschnittsverlust liegt bei 26 Sitzen. Liegt der Approval Rating unter 45%, steigt der Verlust auf durchschnittlich 37 Sitze.
Midterms erklärt: Was sind Zwischenwahlen?
Midterm Elections („Zwischenwahlen“) finden in den USA alle vier Jahre statt, genau in der Mitte der Amtszeit des Präsidenten. Im Gegensatz zur Präsidentschaftswahl steht der Präsident selbst nicht zur Wahl – aber sein politisches Erbe.
Gewählt werden:
- Alle 435 Abgeordneten des House of Representatives (Amtszeit: 2 Jahre)
- Ein Drittel der 100 Senatoren (Amtszeit: 6 Jahre, gestaffelt in drei Klassen)
- Zahlreiche Gouverneure, Staatslegislaturen und lokale Ämter
Die Wahlbeteiligung bei Midterms liegt typischerweise 15–20 Prozentpunkte unter der bei Präsidentschaftswahlen (ca. 45–50% vs. 60–67%). Das begünstigt oft die Opposition, deren Anhänger stärker motiviert sind.
Vergleich: Midterms (USA) vs. Landtagswahlen (DE)
| Merkmal | Midterms (USA) | Landtagswahlen (DE) |
|---|---|---|
| Rhythmus | Alle 4 Jahre (fester Termin) | Variabel (alle 4–5 Jahre) |
| Was wird gewählt? | Congress + Gouverneure | Landtag |
| Bedeutung für Bundespolitik | Sehr hoch (Kongress kann Präsident blockieren) | Moderat (Bundesrat-Mehrheiten) |
| Wahlbeteiligung | ca. 45–50% | ca. 55–70% |
| Trend | Präsidentenpartei verliert fast immer | Kein klarer Bundestrend |
Häufige Fragen
Wann sind die nächsten US-Midterms?
Am Dienstag, 3. November 2026. In den USA finden Wahlen immer am ersten Dienstag nach dem ersten Montag im November statt.
Warum verliert die Präsidentenpartei bei Midterms fast immer?
Zwei Gründe: Erstens sind die Anhänger der Opposition stärker motiviert, wählen zu gehen („Protest-Mobilisierung“). Zweitens haben viele Wähler nach zwei Jahren Regierungsarbeit Enttäuschungen erlebt.
Was passiert, wenn die Republikaner den Senate verlieren?
Aktuell halten die Republikaner 53 Sitze. Ein Verlust von 4+ Sitzen würde die Kontrolle an die Demokraten übergeben, was Trumps Gesetzgebung und Richterernennungen blockieren könnte.
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