Neue Version verfügbar
Wahlkreis 228 Rhein-Neckar – Baden-Württemberg

Wahlkreis 228: Rhein-Neckar – Erststimmen, Analyse und Profil

Key-Facts: Wahlkreis 228

  • Wahlkreis-Nr.: 228
  • Name: Rhein-Neckar
  • Bundesland: Baden-Württemberg
  • Gewinner BTW 2025: CDU (34,8 %)

Der Wahlkreis Rhein-Neckar erstreckt sich über den südlichen und östlichen Rhein-Neckar-Kreis. Weinheim, Wiesloch und Sinsheim sind die größten Städte.

Die Nähe zur Metropolregion Rhein-Neckar und die gute Verkehrsanbindung machen den Wahlkreis attraktiv. Die CDU dominiert im ländlicheren Süden, während die Bergstraße progressiver wählt.

Wirtschaft und Struktur

Baden-Württemberg ist das Industrieland Nummer eins in Deutschland. Die Exportquote liegt über 50 Prozent, die Arbeitslosenquote ist eine der niedrigsten bundesweit. Der Wahlkreis profitiert von dieser wirtschaftlichen Stärke.

Die wirtschaftliche Lage eines Wahlkreises beeinflusst das Wahlverhalten unmittelbar. Regionen mit niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Kaufkraft tendieren zu den Volksparteien, während strukturschwache Gebiete anfälliger für Protestparteien sind. Im Wahlkreis 228 zeigt sich dieses Muster deutlich in den Erststimmen-Ergebnissen.

Ergebnis der Bundestagswahl 2025

Die Bundestagswahl 2025 brachte im Wahlkreis 228 Rhein-Neckar ein klares Ergebnis. Die CDU sicherte sich das Direktmandat mit 34,8 Prozent der Erststimmen und lag damit deutlich vor der Konkurrenz.

Partei Erststimmen 2025 Rang
CDU34,8 %1 – Direktmandat
SPD17,6 %2
Grüne15,3 %3
AfD13,9 %4
FDP5,8 %5
Sonstige12,6 %6

Politische Einordnung

Die Bundestagswahl 2025 bestätigte den Trend der letzten Jahre in Baden-Württemberg: Die CDU ist wieder stärkste Kraft, nachdem die Grünen bei der Landtagswahl 2021 noch vorne lagen. Der Erststimmen-Vorsprung der CDU wächst in den ländlichen Wahlkreisen, während die Universitätsstädte weiterhin grün tendieren. Die AfD liegt in Baden-Württemberg unter dem Bundesschnitt, ist aber in einzelnen Wahlkreisen wie Pforzheim deutlich überdurchschnittlich.

Im Wahlkreis 228 bestätigt sich dieses Muster. Die CDU konnte ihre Position als stärkste Kraft behaupten und das Direktmandat gewinnen. Die SPD folgt auf Platz zwei, während die Grüne den dritten Rang belegt. Bemerkenswert ist das Abschneiden der AfD mit 13,9 Prozent – ein Wert, der die politische Stimmung in der Region widerspiegelt.

Politische Stimmung im Wahlkreis 228

Historische Entwicklung

Die Wahlkreise in Baden-Württemberg haben sich in den vergangenen Jahrzehnten gewandelt. Während die großen Volksparteien in den 1980er-Jahren noch gemeinsam über 80 Prozent der Stimmen holten, liegt ihr Anteil heute bei rund 50 bis 60 Prozent. Die Fragmentierung des Parteiensystems – mit Grünen, AfD und zeitweise FDP als relevanten Kräften – hat die politische Landschaft auch im Wahlkreis 228 grundlegend verändert.

Die Zweitstimmen-Verteilung weicht dabei oft erheblich von den Erststimmen ab. Wählerinnen und Wähler nutzen zunehmend das Stimmensplitting: Die Erststimme geht an den aussichtsreichsten Kandidaten der bevorzugten politischen Richtung, die Zweitstimme an die Wunschpartei. Dieses Verhalten erklärt, warum die CDU bei den Erststimmen oft stärker abschneidet als bei den Zweitstimmen.

Wahlbeteiligung und Demografie

Die Wahlbeteiligung im Wahlkreis 228 lag bei der Bundestagswahl 2025 im Bereich des Landesdurchschnitts von Baden-Württemberg. In den städtischen Gebieten ist die Beteiligung tendenziell niedriger als in den ländlichen Gemeinden – ein Muster, das sich bundesweit beobachten lässt.

Demografisch verändert sich der Wahlkreis: Die Bevölkerung altert, junge Menschen ziehen in die Großstädte. Gleichzeitig wächst der Anteil der Einwohner mit Migrationshintergrund. Diese Entwicklungen verschieben langfristig die politischen Gewichte – ob zugunsten konservativer oder progressiver Kräfte, zeigt sich erst in den kommenden Wahlen.

Lage des Wahlkreises

1994: Gerhard Schröder gewinnt Hannover direkt – und verliert trotzdem

Bei der Bundestagswahl 1994 gewann Gerhard Schröder das Direktmandat in Hannover – mit 48,2 Prozent der Erststimmen. Doch bundesweit verlor die SPD (36,4 Prozent) gegen Helmut Kohls CDU/CSU (41,5 Prozent). Schröder zog über das Direktmandat trotzdem in den Bundestag ein. Das Beispiel zeigt die Besonderheit des deutschen Wahlrechts: Ein starkes Direktmandat kann einem Kandidaten den Einzug sichern, selbst wenn die Partei bundespolitisch verliert. 1998 gewann Schröder dann die Bundestagswahl und wurde Kanzler.

Häufige Fragen

Wer hat den Wahlkreis 228 bei der Bundestagswahl 2025 gewonnen?

Die CDU gewann den Wahlkreis 228 Rhein-Neckar mit 34,8 Prozent der Erststimmen.

Welchem Bundesland gehört Wahlkreis 228 an?

Der Wahlkreis 228 Rhein-Neckar gehört zum Bundesland Baden-Württemberg.

Folge Q02: Erststimme und Zweitstimme erklärt · Alle Videos →
Mehr dazu: Große Koalition · 5%-Hürde · SPD Umfragen
SonntagsfrageCDU/CSU25,3%SPD13,3%Grüne14,0%AfD25,7%BSW3,5%FDP3,0%Linke10,3%INSA · 11.04.BTW 2025CDU/CSU28,5%SPD20,5%Grüne11,6%AfD20,8%BSW5,0%FDP4,3%Linke3,8%Spiegel Politik Donald Trump und die Abkehr von Europa: Wie seine Politik die deutsche Amerika-Lobby erschüttertTagesschau Koalition will Autofahrer durch Steuersenkung entlastenFAZ Politik Nach 125 Jahren: Australien ernennt erstmals Frau zur HeereschefinFAZ Politik Ausbildung der DITIB: Die neuen deutschen ImameSpiegel Politik Berlin: SPD-Kandidatin Uta Francisco dos Santos zieht Kandidatur in Berlin-Mitte zurückWelt Politik Jobcenter verhängen deutlich mehr Sanktionen – in 86 Prozent der Fälle ist der Grund der gleicheWelt Politik China fordert „ungehinderte“ Durchfahrt durch die Straße von HormusFAZ Politik PÉter Magyar: Der Mann, der Orbán bezwangWelt Politik „Es ist eine Erleichterung für uns alle“Spiegel Politik Deutschland: Koalition beschließt Entlastung wegen hoher Spritpreise

Wahlumfrage-Benachrichtigungen

Sofort informiert bei neuen Umfragen — direkt im Browser, kein Spam.

Mehr erfahren →