Wahlkreis 224: Rastatt – Erststimmen, Analyse und Profil
Key-Facts: Wahlkreis 224
- Wahlkreis-Nr.: 224
- Name: Rastatt
- Bundesland: Baden-Württemberg
- Gewinner BTW 2025: CDU (34,1 %)
Rastatt liegt am Oberrhein zwischen Karlsruhe und Baden-Baden. Der Wahlkreis ist Standort des Mercedes-Benz-Werks Rastatt, das die A-Klasse produziert, und wirtschaftlich eng mit der Automobilindustrie verbunden.
Die Grenznähe zu Frankreich und die industrielle Prägung durch Daimler geben dem Wahlkreis ein eigenes Profil innerhalb der nordbadischen CDU-Hochburgen.
Wirtschaft und Struktur
Baden-Württemberg ist das Industrieland Nummer eins in Deutschland. Die Exportquote liegt über 50 Prozent, die Arbeitslosenquote ist eine der niedrigsten bundesweit. Der Wahlkreis profitiert von dieser wirtschaftlichen Stärke.
Die wirtschaftliche Lage eines Wahlkreises beeinflusst das Wahlverhalten unmittelbar. Regionen mit niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Kaufkraft tendieren zu den Volksparteien, während strukturschwache Gebiete anfälliger für Protestparteien sind. Im Wahlkreis 224 zeigt sich dieses Muster deutlich in den Erststimmen-Ergebnissen.
Ergebnis der Bundestagswahl 2025
Die Bundestagswahl 2025 brachte im Wahlkreis 224 Rastatt ein klares Ergebnis. Die CDU sicherte sich das Direktmandat mit 34,1 Prozent der Erststimmen und lag damit deutlich vor der Konkurrenz.
| Partei | Erststimmen 2025 | Rang |
|---|---|---|
| CDU | 34,1 % | 1 – Direktmandat |
| SPD | 17,4 % | 2 |
| AfD | 14,9 % | 3 |
| Grüne | 13,2 % | 4 |
| FDP | 5,7 % | 5 |
| Sonstige | 14,7 % | 6 |
Politische Einordnung
Die Bundestagswahl 2025 bestätigte den Trend der letzten Jahre in Baden-Württemberg: Die CDU ist wieder stärkste Kraft, nachdem die Grünen bei der Landtagswahl 2021 noch vorne lagen. Der Erststimmen-Vorsprung der CDU wächst in den ländlichen Wahlkreisen, während die Universitätsstädte weiterhin grün tendieren. Die AfD liegt in Baden-Württemberg unter dem Bundesschnitt, ist aber in einzelnen Wahlkreisen wie Pforzheim deutlich überdurchschnittlich.
Im Wahlkreis 224 bestätigt sich dieses Muster. Die CDU konnte ihre Position als stärkste Kraft behaupten und das Direktmandat gewinnen. Die SPD folgt auf Platz zwei, während die AfD den dritten Rang belegt. Bemerkenswert ist das Abschneiden der Grüne mit 13,2 Prozent – ein Wert, der die politische Stimmung in der Region widerspiegelt.
Historische Entwicklung
Die Wahlkreise in Baden-Württemberg haben sich in den vergangenen Jahrzehnten gewandelt. Während die großen Volksparteien in den 1980er-Jahren noch gemeinsam über 80 Prozent der Stimmen holten, liegt ihr Anteil heute bei rund 50 bis 60 Prozent. Die Fragmentierung des Parteiensystems – mit Grünen, AfD und zeitweise FDP als relevanten Kräften – hat die politische Landschaft auch im Wahlkreis 224 grundlegend verändert.
Die Zweitstimmen-Verteilung weicht dabei oft erheblich von den Erststimmen ab. Wählerinnen und Wähler nutzen zunehmend das Stimmensplitting: Die Erststimme geht an den aussichtsreichsten Kandidaten der bevorzugten politischen Richtung, die Zweitstimme an die Wunschpartei. Dieses Verhalten erklärt, warum die CDU bei den Erststimmen oft stärker abschneidet als bei den Zweitstimmen.
Wahlbeteiligung und Demografie
Die Wahlbeteiligung im Wahlkreis 224 lag bei der Bundestagswahl 2025 im Bereich des Landesdurchschnitts von Baden-Württemberg. In den städtischen Gebieten ist die Beteiligung tendenziell niedriger als in den ländlichen Gemeinden – ein Muster, das sich bundesweit beobachten lässt.
Demografisch verändert sich der Wahlkreis: Die Bevölkerung altert, junge Menschen ziehen in die Großstädte. Gleichzeitig wächst der Anteil der Einwohner mit Migrationshintergrund. Diese Entwicklungen verschieben langfristig die politischen Gewichte – ob zugunsten konservativer oder progressiver Kräfte, zeigt sich erst in den kommenden Wahlen.
Lage des Wahlkreises
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Die Bundestagswahl 2017 brachte für die CDU/CSU das schlechteste Ergebnis in der Geschichte der Bundesrepublik: 32,9 Prozent. Dennoch blieb Angela Merkel Kanzlerin. Grund: SPD (20,5 Prozent) und Linke (9,2 Prozent) hatten zusammen keine Mehrheit für eine Linkskoalition. Die AfD (12,6 Prozent) zog mit 94 Abgeordneten in den Bundestag ein. FDP kehrte mit 10,7 Prozent zurück. Der Bundestag wuchs auf 709 Sitze. Die Jamaika-Sondierungen scheiterten nach 4 Wochen. Ergebnis: Große Koalition, obwohl SPD-Chef Martin Schulz das kategorisch ausgeschlossen hatte. Die Wähler bestraften beide Volksparteien.
Häufige Fragen
Wer hat den Wahlkreis 224 bei der Bundestagswahl 2025 gewonnen?
Die CDU gewann den Wahlkreis 224 Rastatt mit 34,1 Prozent der Erststimmen.
Welchem Bundesland gehört Wahlkreis 224 an?
Der Wahlkreis 224 Rastatt gehört zum Bundesland Baden-Württemberg.
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