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Ohio Statehouse in Columbus im Herbst

Ohio — Wahlergebnisse & Politik

Key-Facts: Ohio

  • Hauptstadt: Columbus
  • Einwohner: 11,8 Millionen
  • Electoral Votes: 17
  • Governor: Mike DeWine (R)
  • Senatoren: Sherrod Brown (D), JD Vance (R)
  • Tendenz: Red State (ehemaliger Swing State)

Politische Landschaft in Ohio

Ohio galt jahrzehntelang als der Swing State schlechthin. Kein Republikaner hat jemals die Präsidentschaft gewonnen, ohne Ohio zu gewinnen. Doch seit 2016 hat sich der Staat deutlich nach rechts bewegt: Donald Trump gewann Ohio 2016 und 2020 mit Margen von über 8 Prozentpunkten, und 2024 setzte sich dieser Trend fort.

Die Gründe für diesen Wandel liegen in der Deindustrialisierung des Rust Belt, dem demografischen Wandel und der Veränderung der Wählerkoalitionen. Weiße Arbeiter ohne College-Abschluss, einst die Basis der Demokraten in Ohio, haben sich in großer Zahl den Republikanern zugewandt.

Wahlverhalten & Demografie

Ohio ist mit 11,8 Millionen Einwohnern der siebtgrößte Staat der USA. Die Bevölkerung ist zu 77 % weiß, 12 % afroamerikanisch und 4 % hispanisch. Die großen Städte Cleveland, Columbus und Cincinnati wählen demokratisch, doch die Vorstadt- und ländlichen Gebiete dominieren numerisch.

Columbus ist die einzige der drei Großstädte mit signifikantem Bevölkerungswachstum, angetrieben von Ohio State University und einem wachsenden Tech-Sektor. Cleveland und Cincinnati verlieren hingegen Einwohner an die Vororte, was die demokratische Basis schwächt.

Wahlergebnisse: Präsidentschaftswahlen

Jahr Republikaner Demokraten Sieger
2024 55,5 % 43,0 % Donald Trump (R)
2020 53,3 % 45,2 % Donald Trump (R)
2016 51,7 % 43,6 % Donald Trump (R)
2012 47,7 % 50,7 % Barack Obama (D)

Senatoren aus Ohio

Sherrod Brown ist seit 2007 einer der letzten demokratischen Senatoren aus einem zunehmend roten Staat. Der progressive Demokrat gewinnt durch seine Fokussierung auf Arbeitnehmerrechte und Handelsschutz auch bei konservativen Wählern. JD Vance wurde 2022 gewählt und durch sein Buch „Hillbilly Elegy“ national bekannt. Er wurde 2024 als Vizepräsidentschaftskandidat von Donald Trump nominiert.

Überblick: Ohio im politischen System der USA

Mit 17 Electoral Votes ist Ohio einer der größeren Staaten im Electoral College. Obwohl der Staat seinen Swing-State-Status weitgehend verloren hat, bleibt er bei Senatswahlen umkämpft. Im Repräsentantenhaus verfügt Ohio über 15 Sitze, von denen die Mehrheit von Republikanern gehalten wird.

Die politische Zukunft Ohios hängt davon ab, ob der Trend der Deindustrialisierung und des Bevölkerungsrückgangs in den Rust-Belt-Städten anhält oder ob das Wachstum in Columbus eine Gegenbewegung einleiten kann.

Demokratischer Kandidat beim Wahlkampf in den USA
In den US-Bundesstaaten entscheiden Millionen Wähler über Präsidenten, Gouverneure und Senatoren — eine der lebhaftesten Demokratien der Welt.

2016: Ohio schwenkt permanent – Trump gewinnt mit 8 Punkten, was Romney mit 2 verlor

Bei der Präsidentschaftswahl 2016 gewann Trump Ohio mit 51,3 zu 43,6 Prozent – 7,7 Punkte. Obama hatte Ohio 2012 gewonnen; Romney verlor es mit 2 Punkten. Die Verschiebung ist statistisch einer der größten Swing-State-Wandel in der US-Geschichte. Ohio, industrielle Kernregion mit Rostguertel-Städten (Youngstown, Cleveland, Canton), hatte immer als den entscheidenden Swing State gegolten: Kein Republikaner gewann die Präsidentschaft ohne Ohio. 2020 gewann Trump Ohio mit 8 Punkten; Biden verlor es. Ohio ist kein Swing State mehr: Es gilt als verlässlich republikanisch. Der Deindustrialisierungs-Effekt war in Ohio am stärksten.

Häufig gestellte Fragen zu Ohio

Ist Ohio noch ein Swing State?

Ohio hat sich seit 2016 deutlich in Richtung der Republikaner bewegt. Mit Margen von 8+ Prozentpunkten bei den letzten Präsidentschaftswahlen gilt der Staat inzwischen eher als „Lean Republican“ denn als klassischer Swing State.

Wie viele Electoral Votes hat Ohio?

Ohio verfügt über 17 Stimmen im Electoral College. Trotz Bevölkerungsrückgang bleibt der Staat einer der größeren im Wahlmännerkollegium.

SonntagsfrageCDU/CSU25,3%SPD13,3%Grüne14,0%AfD25,7%BSW3,5%FDP3,0%Linke10,3%INSA · 11.04.BTW 2025CDU/CSU28,5%SPD20,5%Grüne11,6%AfD20,8%BSW5,0%FDP4,3%Linke3,8%Welt Politik „Es werden Steuergelder mobilisiert, die man woanders besser gebrauchen könnte“FAZ Politik Migration und Gewalt: Den inneren Frieden sichernFAZ Politik Merz und die Erwartungen: Eine Koalition der blanken NervenWelt Politik „Anders als Ursula von der Leyen kann man Orbán abwählen“FAZ Politik Nach Belästigungsvorwürfen: Mansoori entlässt seinen engsten politischen VertrautenSpiegel Politik AfD: Rüdiger Lucassen zum Rückzug gedrängtTagesschau Verteidigungspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion zurückgetretenWelt Politik „Ungarns Platz ist in Europa“ – Warum Russland für den neuen Premier dennoch wichtig bleibtTagesschau "Soziale Schieflage": Deutliche Kritik an Entlastungsplänen der KoalitionSpiegel Politik Friedrich Merz und Katherina Reiche: Machtkampf in der Energiepreis-KriseSpiegel Politik Mecklenburg-Vorpommern: Die AfD ist nicht zu stoppen? Das glaubt nicht mal die AfD

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