North Dakota — Wahlergebnisse & Politik
Key-Facts: North Dakota
- Hauptstadt: Bismarck
- Einwohner: 0,8 Millionen
- Electoral Votes: 3
- Governor: Doug Burgum (R)
- Senatoren: John Hoeven (R), Kevin Cramer (R)
- Tendenz: Red State
Politische Landschaft in North Dakota
North Dakota ist einer der konservativsten und republikanischsten Staaten der USA. Mit weniger als 800.000 Einwohnern ist es der viertbevölkerungsärmste Staat, aber politisch klar positioniert: Seit 1960 hat North Dakota bei jeder Präsidentschaftswahl für den republikanischen Kandidaten gestimmt.
Die politische Kultur ist von Pragmatismus, Eigenständigkeit und einer tiefen Skepsis gegenüber Bundesregulierungen geprägt. Interessanterweise hat North Dakota als einziger US-Staat keine Wählerregistrierung — jeder Bürger kann am Wahltag einfach mit einem Ausweis abstimmen.
Wahlverhalten & Demografie
Die Bevölkerung North Dakotas ist zu über 84 % weiß und zu etwa 5 % indigen (Standing Rock Sioux, Mandan, Hidatsa, Arikara). Die indigene Bevölkerung wählt tendenziell demokratisch, hat aber aufgrund geringer Zahlen und niedriger Wahlbeteiligung begrenzten Einfluss auf das Gesamtergebnis.
Die Wirtschaft wird vom Bakken-Ölfeld dominiert, das seit 2010 zu einem massiven Ölboom geführt hat. Daneben ist die Landwirtschaft (Weizen, Sonnenblumen, Rinder) ein tragender Pfeiler. Beide Sektoren prägen eine Wählerschaft, die Deregulierung und niedrige Steuern befürwortet.
Wahlergebnisse: Präsidentschaftswahlen
| Jahr | Republikaner | Demokraten | Sieger |
|---|---|---|---|
| 2024 | 67,5 % | 29,8 % | Donald Trump (R) |
| 2020 | 65,1 % | 31,8 % | Donald Trump (R) |
| 2016 | 62,9 % | 27,2 % | Donald Trump (R) |
| 2012 | 58,3 % | 38,7 % | Mitt Romney (R) |
Senatoren aus North Dakota
John Hoeven ist seit 2011 Senator und zuvor Gouverneur des Staates gewesen. Er ist Mitglied im Senatsausschuss für Energie und natürliche Ressourcen, was angesichts der Ölindustrie im Staat besonders relevant ist. Kevin Cramer wurde 2018 gewählt, nachdem er die demokratische Amtsinhaberin Heidi Heitkamp besiegte — ein symbolischer Sieg für die Republikanisierung des Staates auf Bundesebene.
Überblick: North Dakota im politischen System der USA
Mit nur 3 Electoral Votes (dem Minimum) hat North Dakota wenig Gewicht im Electoral College. Seine politische Bedeutung liegt eher in der Energiepolitik: Als zweitgrößter Ölproduzent der USA hat der Staat ein starkes Interesse an föderaler Energiepolitik und Pipeline-Projekten wie der umstrittenen Dakota Access Pipeline.
2012: Heidi Heitkamp gewinnt North Dakota – und verliert 2018 spektakulaer
Am 6. November 2012 gewann Heidi Heitkamp den North Dakota Senatssitz mit 50,2 zu 49,8 Prozent – in einem Staat, den Obama mit 58 Prozent verlor. Heitkamp schaffte das Unmoeegliche: Demokratin in einem Deep-Red-State. 2018 verlor sie ihren Sitz mit 44 zu 55 Prozent. Der Hauptgrund: Im Sommer 2018 hatten republikanische Legislatoren ein Wahlrecht eingebracht, das Stammesausweise (Native American IDs) ohne strassengenaue Adresse ungueltig machte – auf Reservierungen gibt es keine Strassenadressen. Der Oberste Gerichtshof liess das Gesetz zu. Die Standing Rock Sioux und andere Tribes konnten massenhaft nicht mehr waehlen. Heitkamp verlor.
Häufig gestellte Fragen zu North Dakota
Warum braucht man in North Dakota keine Wählerregistrierung?
North Dakota ist der einzige US-Staat ohne Wählerregistrierung. Bürger können am Wahltag mit einem gültigen Ausweis direkt abstimmen. Diese Tradition spiegelt die Werte von Einfachheit und individueller Freiheit wider, die den Staat prägen.
Wie viele Electoral Votes hat North Dakota?
North Dakota verfügt über 3 Stimmen im Electoral College, das verfassungsrechtliche Minimum für jeden Bundesstaat.
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