Kubicki will FDP-Vorsitz — Dürr kandidiert nicht mehr
Wolfgang Kubicki möchte die FDP „wieder erfolgreich machen“ und bewirbt sich um den Parteivorsitz. Amtsinhaber Christian Dürr hat angekündigt, nicht erneut zu kandidieren.
Wolfgang Kubicki, Bundestagsabgeordneter und langjähriges FDP-Präsidiumsmitglied, hat seinen Anspruch auf den Parteivorsitz der Freien Demokraten angemeldet. Er wolle die FDP „wieder erfolgreich machen“, erklärte Kubicki laut einem Bericht des Tagesspiegel.
Bisheriger Parteichef Christian Dürr wird nicht erneut kandidieren. Dürr hatte den Vorsitz übernommen, nachdem die FDP bei der Bundestagswahl 2025 nur noch 4,3 % der Stimmen erhielt und damit knapp über der Fünf-Prozent-Hürde blieb. Aktuell liegt die FDP in Umfragen bei rund 3,7 % — klar unterhalb der Sperrklausel.
Kubicki gilt als einer der bekanntesten FDP-Politiker Deutschlands und war zuletzt Bundestagsvizenpräsident. Er hat sich in der Vergangenheit wiederholt kritisch zur Ampel-Koalition und zur Parteipositionierung geäußert. Ob er die Partei aus der Krise führen kann, wird sich beim nächsten Parteitag zeigen.
In aktuellen Sonntagsfragen kommt die FDP auf Werte zwischen 3 % und 5 %, je nach Institut. Ein neuer Vorsitzender müsste die Partei profilieren, ohne ihr traditionelles liberales Markenkern-Profil aufzugeben.