Die Linke — Nicht im 21. Bundestag
Die Linke bei der Bundestagswahl 2025
- Zweitstimmen: 3,8 %
- Fünf-Prozent-Hürde: Verfehlt
- Direktmandate: 0 (Grundmandatsklausel greift nicht)
- Sitze im 21. Bundestag: 0 — nicht vertreten
- Parteivorsitz: Jan van Aken & Ines Schwerdtner
Die Linke ist nach der Bundestagswahl 2025 nicht im 21. Deutschen Bundestag vertreten. Mit 3,8 % der Zweitstimmen scheiterte die Partei klar an der Fünf-Prozent-Hürde. Da sie auch kein Direktmandat gewann, greift die Grundmandatsklausel nicht — für die wären mindestens 3 Direktmandate nötig.
Damit scheidet Die Linke erstmals seit 2005 aus dem Bundestag aus. Der Wegfall ist vor allem eine Folge der BSW-Abspaltung Ende 2023, durch die die Partei wichtige Mitglieder, Wähler und Öffentlichkeitsprofil verlor. 2021 hatte Die Linke noch über die Grundmandatsklausel (3 Direktmandate) den Einzug gerettet. 2025 reichte das nicht mehr.
Historische Wahlergebnisse
Die Linke (bzw. ihre Vorgängerparteien PDS und Linkspartei/WASG) war von 2005 bis 2025 durchgehend im Bundestag vertreten. Das 2025er Ergebnis ist das historische Tief der Partei auf Bundesebene.
| Wahl | Zweitstimmen | Sitze | Anmerkung |
|---|---|---|---|
| BTW 2025 | 3,8 % | 0 | Nicht im Bundestag |
| BTW 2021 | 4,9 % | 39 | Grundmandatsklausel (3 Direktmandate) |
| BTW 2017 | 9,2 % | 69 | Opposition |
| BTW 2013 | 8,6 % | 64 | Opposition |
| BTW 2009 | 11,9 % | 76 | Bestes Ergebnis |
| BTW 2005 | 8,7 % | 54 | Erster Einzug als Linkspartei/PDS |
Warum scheiterte Die Linke?
Mehrere Faktoren führten zum schlechtesten Bundestagsergebnis der Partei:
- BSW-Abspaltung (Januar 2024): Sahra Wagenknecht, Dietmar Bartsch und zahlreiche weitere Mitglieder und Abgeordnete verließen die Partei und gründeten das BSW. Die Linke verlor damit ihren bekanntesten Köpfe und einen Großteil ihrer Stammwählerschaft.
- Profilschwäche: Ohne Wagenknecht geriet die Partei in der Öffentlichkeit weitgehend aus dem Blickfeld.
- Wählerwanderung: Viele frühere Linken-Wähler wanderten zum BSW oder zurück zur SPD.
- Keine Direktmandate: 2021 retteten Gysi, Lötzsch und Pellmann die Partei über Direktmandate. 2025 gewann Die Linke keinen einzigen Wahlkreis direkt.
Wussten Sie?
- Die Linke ging 2007 aus der Fusion von WASG und PDS hervor.
- 2021 rettete die Grundmandatsklausel die Partei — 2025 fehlten dafür die nötigen Direktmandate.
- Bodo Ramelow war von 2014 bis 2025 der einzige Ministerpräsident der Linken — auch er verlor sein Amt nach der Thüringen-Wahl 2024 an Mario Voigt (CDU).
- Das BSW, die Abspaltung von 2024, sitzt als Gruppe mit 2 Sitzen im 21. Bundestag.
Aktuelle Parteiführung
Die Linke wird seit 2024 von Jan van Aken und Ines Schwerdtner geführt. Gregor Gysi, die jahrzehntelange Ikone der Partei, ist nach dem Ausscheiden aus dem Bundestag weiterhin in der Öffentlichkeit präsent. Die Partei ist nun vor allem auf Landes- und Kommunalebene aktiv.
Häufige Fragen
Ist Die Linke im 21. Bundestag vertreten?
Nein. Die Linke scheiterte bei der Bundestagswahl 2025 mit 3,8 % an der Fünf-Prozent-Hürde und gewann kein Direktmandat. Sie ist nicht im 21. Bundestag vertreten.
Warum ist Die Linke nicht im Bundestag?
Die Linke erzielte 3,8 % Zweitstimmen und erreichte die 5-%-Hürde nicht. Da sie auch kein Direktmandat gewann, greift die Grundmandatsklausel nicht (dafür wären 3 Direktmandate nötig).
Was ist der Unterschied zwischen Linke und BSW?
Das BSW spaltete sich Ende 2023 von der Linken ab. BSW erzielte bei der BTW 2025 4,97 % und sitzt mit 2 Direktmandaten als Gruppe im Bundestag. Die Linke ist nicht vertreten.
Wer führt Die Linke?
Die Partei wird von Jan van Aken und Ines Schwerdtner geführt. Die Linke ist seit der BTW 2025 auf Bundesebene ohne Parlamentsmandat.
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